Wappen und Geschichte der ehemaligen Gemeinde Marxheim

Wappen der ehemaligen Gemeinde Marxheim

Wappen der ehemaligen Gemeinde Marxheim Grundlage dieser Information:
Stellungnahme der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns vom 1
9. August 1960

Beschreibung:
In Rot ein silbernes Pedum, in der Mitte überdeckt durch eine zweijochige goldene Brücke.

Begründung des Wappens:
In Rot ein silbernes Pedum stellt das Wappen des Hochstifts Eichstätt dar, welches Patronatsherr von Marxheim war; die Brücke weist darauf hin, dass schon im Mittelalter bei Marxheim eine Brücke über die Donau führte.

Geschichte der ehemaligen Gemeinde Marxheim (heutiger "Kernort")

Wohl im 7. Jahrhundert gegründet, waren Dorf und Pfarrei alter Besitz der Grafen von Lechsgemünd und Graisbach. In der Flur, auf einem Vorsprung zur Donau, ist der vom Stammschloss erhaltene Burgstall. Güter im Ort gehörten zur Gründungsausstattung des Klosters Niederschönenfeld, das Kirchenpatronat ging 1346 an die Abtei.
Knapp 15 Meter über dem Donauniveau liegt Marxheim gegenüber der Lechmündung an den sonnigen Südhängen des Jura. Das Straßendorf wird gebildet aus den in Ost-West-Richtung laufenden Ästen der Bayern-, Pfalz- und Jurastraße, die untereinander durch Querstraßen verbunden sind. Die alten Strukturen lassen sich gut erkennen, begünstigt durch die rückwärtigen Obsthänge.
Sehr früh begann Marxheim 1953 mit der Erschließung des Geländes für 27 Häuser. Bewusste Siedlungen entstanden im Bereich "West" und neuerdings mit dem Bebauungsplan "Süd". Ein Zusammenwachsen mit dem Ortsteil Bruck ist hier absichtlich nicht vorgesehen. Gewerblich bestehen nur Betriebe der örtlichen Grundversorgung, ein Baugeschäft und wenige Handwerksbetriebe sowie Dienstleistungsbetriebe. Wenn auch keine Zentralisierung beabsichtigt ist, so ist Marxheim doch eindeutig Mittelpunkt der Gemeinde.

Drei verschiedene Generationen haben maßgeblich an der Pfarrkirche St. Peter und Paul mitgewirkt. Die Untergeschosse des ehemaligen Chorturmes stammen noch aus dem 14. Jahrhundert. Der Chor ist von 1685 und das Langhaus entstand in der heutigen Form um 1713. Als Baudenkmäler sind ferner eingetragen: der Ausleger (Mitte 18. Jahrhundert) beim ehemaligen Gasthaus in der Bayernstraße (ehemals "Hupe"), das Kleinhaus Jurastraße 13 (Anfang 19. Jahrhundert), die Wegkapelle nach Lechsend (um 1950 mit alter Ausstattung) und der Stadel bei Jurastraße 43. Er ist ein seltener Typ mit zwei Quertennen, profiliertem Traufbrett, angehobener Traufe über den Toren und Zwicktaschendach (spätes 18. Jahrhundert).